• +++ Kryptonit für das Volk +++
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/TUT-TUT #5

Bruno

JVA

Eine Knaststory, die tief blicken lässt. Die Geschichte so real und schonungslos ehrlich, dass der Autor unbekannt bleiben möchte. Der Hafenarbeiter und Ex-Hooligan BRUNO lebt in Hamburg. Zum Aufenthalt in der JVA Billwerder kam es, nachdem BRUNO einem gegnerischen Fan, während der 3. Halbzeit die Nase abbiss und runterschluckte. „Warum?”, fragten sie ihn. Und BRUNO: „Ich wollte nicht, dass die ihm wieder angenäht wird.” (Januar/2016)

 

Autor: Anonymer Verfasser | Layout: Neitscho Bergmann

Format: 19 x 13,2 cm | 24 Seiten | s/w Lasercopy

 

Reviews:

 

Jede Tut-Tut-Ausgabe ist einem anderen Autor/ Künstler zur freien Gestaltung überlassen. In #5 gibt uns der Hamburger Hafenarbeiter und Ex-Hooligan Bruno einen Eindruck vom Knastalltag, mit Tagebucheinträgen und Gedichten, die typische Strichliste zum Abzählen der Hafttage inklusive. 23 Stunden am Tag allein in seinem „Schließfach”, das ist beklemmend, aber es ist auch interessant zu lesen, wie er damit umgeht. Verständlicherweise ist „Bruno” ein Pseudonym, eigentlich ist es der Name seines Magengeschwürs.

In #6 ist es die Shortstory "Straßenabitur" von Johannes Thies. Eine Galerie in der Unterführung am Kölner „Adolf-Hitler-Platz” ist hier Ort der Handlung, der ich nicht so ganz folgen kann. Ein bloggender Beatnik, Philosophie mit Prince P., ein afrikanischer Zuhälter und eine Flasche Gin … Thies´ postulierte „Metamoderne” wirkt insgesamt ziemlich retro. Undderground-Literatur in kleiner Auflage, appetitlich angerichtet und häppchenweise serviert - das Konzept der Kölner Heinrich Hass und Naughty Neitscho hat schon was.

(Ute Borchardt - OX Fanzine)

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